Die Lokomotiven der Baureihen E 11 (ex 211, DB 109) und E 42 (ex 242, DB 142) waren die ersten elektrischen Neubaulokomotiven der Deutschen Reichsbahn. Die E 11 (96 Stück) war die Schnellzugvariante mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h und einer Anfahrzugkraft von 216 kN, während die etwas kräftigere E 42 (292 Stück), mit einer Anfahrzugkraft 245 kN, nur 100 km/h schnell war. Sie standen fast 40 Jahre bei der Staatsbahn im Einsatz. Einige wenige Exemplare sind noch für
Privatbahnen auf dem deutschen Schienennetz unterwegs, ja stehen so sogar wieder im internationalen Schnellzugdienst. Auch in der Schweiz sind einige Vertreter der BR 242, zwar etwas modifiziert, noch täglich im Einsatz.
Ab etwa 1955 kam in Europa eine Diskussion über die Wahl des Stromsystems für zukünftige Streckenelektrifizierungen auf. Auch bei der DR wurde der 50 Hz-Betrieb getestet. Hierzu gab es auf dem südlichen BAR eine
Teststrecke und im Harz wurde die Rübelandbahn mit 50 Hz elektrifiziert. Unter dem Gesichtspunkt, mit 50 Hz-Lokomotiven ins Exportgeschäft einsteigen zu können, entwickelte das LEW zwei sechsachsige Versuchslokomotiven. Auf deren Grundlage kam es zum Bau von 15 Loks der BR 251 mit neuartiger Si-Stromrichtertechnik.
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